Gabriel & Barbara

DIE GRÜNDER ERZÄHLEN

Vor fast zwanzig Jahren haben Gabriel Hirnthaler und Barbara Ablasser das Areal der Familie Feuerlöscher in Prenning gekauft. Seitdem haben sie hier eine KulturPension eröffnet – und planen, viel weiter zu gehen: In der Katastralgemeinde von Deutschfeistritz soll eine Wohngemeinschaft der Zukunft entstehen.

Wir möchten die Zukunft des Wohnens verändern

Über der Klingel für die Rezeption hängt ein kleines Schild: »Sind im Garten«, steht darauf, daneben eine kleine Gießkanne. Folgt man nun dem Kiesweg am Haupthaus vorbei, gelangt man zu einer gut hundert Quadratmeter großen Beetlandschaft und zwischen den Ringelblumen ragt Gabriels Strohhut hervor. 1979 hat es den jetzigen Grundstücksbesitzer zum ersten Mal ins Übelbachtal verschlagen, wo er hängen geblieben ist. »Ich habe damals die Eisskulpturen fotografiert, die sich an den Holzrohrleitungen am Gelände gebildet hatten. Sie sind meine erste Erinnerung an das Areal«, erzählt er nach einem kräftigen Händedruck. Aber erst Jahrzehnte später habe er mehr über die Familie Feuerlöscher erfahren, die hier gelebt hat. »Das war faszinierend für mich. Immerhin war hier ein Zentrum des österreichischen Widerstands, direkt in meiner Nachbarschaft.«

Am Anfang war die KulturPension

Gabriel kommt zwischen den Beeten hervor, wo Grünkohl, Bohnen, Erbsen, Rote Beete und mehr sprießen. »2001 stand all das hier zum Verkauf, nachdem die letzte aus der Familie Feuerlöscher gestorben war.« Er macht eine ausladende Geste zum Landhaus, das von hier aus hinter Büschen versteckt ist. »So sind wir hierher gekommen oder besser: In die Sache hineingestolpert.« Wir, das sind Gabriel und seine Frau Barbara, die gerade die Hühner füttert. Mit Knoblauch, um die Tiere zu entwurmen. Flügelschlagend streiten sie sich um jeden Brocken. Genau wie ihr Mann, der als Gemeindekassier arbeitet, ist auch Barbara voll berufstätig: Als Gynäkologin. Ganz nebenbei haben die beiden in Prenning ihre KulturPension aufgebaut – sozusagen Übernachtungsmöglichkeit mit Kunstausstellung.

Die klassische Wohnform ablösen

»Eigentlich haben wir aber noch viel größere Pläne für diesen Ort«, sagt Barbara, als wir zum Haupthaus zurückgehen. Im Gastraum reihen sich Flaschen mit russischen Buchstaben darauf an der Wand – ein Kunstwerk. »Wir wollen den Grundstein für eine neue Wohnform legen«, erzählt die Hausherrin, während Gabriel Kaffee bringt. Bis dato seien die Menschen immer noch viel zu sehr darauf konditioniert, Grundstücke zu kaufen und sich Eigenheime zu schaffen, das sei aber nicht zukunftsträchtig. »Der ideale Wohnort ist eigentlich eine Hotelwohnanlage«, fährt Gabriel fort. Seinen Hut hat er inzwischen abgesetzt. »Genügend Freiraum für den Einzelnen, aber auch Nähe. Genau das wollen wir hier machen.«

Wie möchten wir leben?

Draußen steht jemand, eine alte Dame. Sie wolle sich die Wohnungen hier ansehen, sagt sie, als Gabriel sie an der Rezeption empfängt und bekommt auf der Stelle eine Führung durch die kleine Wohnsiedlung rund um den Löschwasserteich. Barbara leert ihre Tasse, ehe sie auch aufsteht. »Wir sollten alle darüber nachdenken, wie wir leben wollen«, sagt sie. Diejenigen Menschen, die inzwischen in Prenning neben- und miteinander wohnen, haben das wohl bereits getan. 

Mehr über das Leben in Prenning’s Garten erfährst du bei unseren Infoveranstaltungen oder unter office@prenningsgarten.at.

Prenning's Garten

Prenning's Garten OG | Geschäftsführer Gabriel Hirnthaler

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