Prenning's Garten

Prenning's Garten OG | Geschäftsführer Gabriel Hirnthaler

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EIN TAG IN PRENNING'S GARTEN

Prenning’s Garten, das ist nicht nur eine Pension und eine Galerie, sondern auch ein Lebensraum der ganz besonderen Art. Ein Tag in einer Wohngemeinschaft - zwischen der Natur in Prenning und Kontakten mit Bewohnern und Besuchern.

8:00

In der Früh scheint die Sonne durch die dünnen Vorhänge in das Schlafzimmer unter dem Dach. Im Landhaus Feuerlöscher knarzen schon ein paar Stufen, als Mitbewohnerin Angelika eine Runde Joggen geht. Drüben im Hauptgebäude wird inzwischen das Frühstück serviert: Frisches Gebäck und Kaffee. 

11:00

Eva hat sich auf der Bank vor dem Löschwasserteich niedergelassen. Seit acht Jahren lebt sie hier, erzählt sie - und sucht schon mindestens genauso lange nach einer besseren Wohnung. Näher am Zentrum von Deutschfeistritz, mehr Kontakt zur Außenwelt möchte sie, aber bisher hat sich nichts gefunden. Irgendwie ist sie dann doch hängen geblieben.

14:30

Nachbarin Hannah kommt mir Tochter Josephine auf einen Spaziergang vorbei - so wie fast jeden Tag. “Wir wohnen gleich ums Eck und wir nutzen das gerne, nicht wahr?” Das Baby gluckst fröhlich, zustimmend. “Man trifft hier einfach immer jemanden zum Tratschen”, fügt die junge Mutter noch hinzu, dann geht es weiter, vorbei am Haupthaus und in Richtung Selbsterntegarten.

17:30

Zwischen den Büschen - vor dem leeren Kinderspielplatz - lässt sich ein Moment Ruhe finden. Die Grillen zirpen in der Wiese, im Garten herrscht ein ständiges Kommen und Gehen: Da eine ältere Frau, die sich alles ansieht, ein paar Worte wechselt und wieder verschwindet – dort ein Künstler, der nach einem geeigneten Platz für seine Skulptur sucht. Aber hierher führt es niemanden. Wer in Frieden gelassen werden möchte, wird es auch.

19:00

Vorsichtig tastende letzte Sonnenstrahlen und eine Abendjause vor dem Hauptgebäude. Durch die Büsche ist Eva zu sehen, die die Dämmerung für einen Sprung in den Löschwasserteich nutzt. Das Wasser glitzert im Licht.

19:40

Oben die Fenster aufstoßen, ein letzter rosaroter Rand über den Bergen in der Ferne und ein Tag in Prenning’s Garten ist zu Ende.

10:00

Vor dem Haupthaus lässt es sich im Schatten gut arbeiten, der ehemalige Löschwasserteich in der Mitte der Anlage plätschert leise und übertüncht das Rauschen der nahen Autobahn. Neben den Gartenstühlen reckt eine einsame Sonnenblume ihren Kopf aus dem Gras hervor.

13:00

Zum Mittagessen sind alle - gegen einen kleinen Aufpreis - eingeladen. Es gibt, was im Garten wächst: Momentan vor allem Rote Rüben, Zucchini und Salat. Zum Nachtisch Kuchen, denn die Pflegerin von Großmutter Helena hat ein neues Rezept ausprobiert. Wer später kommt, findet immer noch genügend in der Großküche, um sich selbst zu versorgen.

16:00

Im Schneidersitz unter einem Strauch im Garten gemütlich machen, die Sonne steht schräg, orange Ringelblumen ragen zwischen Grünkohl und Salat hervor. Es ist der Gemeinschaftsgedanke, der sie hergebracht hat, erzählen Magdalena und Gerald,  hier an ihrem Beet zu arbeiten. “Mit anderen gärtnern und später zusammensitzen - so haben wir uns das immer vorgestellt.”

18:00

Ein heftiger Regenvorhang zieht über Prenning.

19:30

Die Tür zum Landhaus Feuerlöscher aufgestoßen. Mitbewohnerin Angelika kocht gerade Abendessen - und gleich wird etwas angeboten. Dankend ablehnen und Gute Nacht wünschen.